"Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

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Thomas L.
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Thomas L. » 23 Jun 2017, 07:51

OK! Nach meinen Erfahrungen wirst Du bei Alu-Alu, auch wenn der Kolben härter ist, immer Probleme haben. Hab durch meinen Beruf viel mit Kolben und Zylindern zu tun ( Kolbenpumpenbau ) Wir verwenden immer grundsätzlich verschiedene Materialien. Eine Hartverchromung des Kolbens mit anschließender Hochglanzpolitur würde das Problem mit Sicherheit lösen wenn Du nicht auf Alu verzichten möchtest. :geek:

Das sind aber jetzt nur meine Gedanken dazu, will Dir natürlich keine Vorschriften machen :D

Hut ab zu Deinem Projekt!!
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Thomas L.

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Zoltan
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Zoltan » 23 Jun 2017, 08:01

Hallo Thomas,

ich habe nicht viel Wahl, einige Teile habe ich schon einbaufertig bekommen.
Auf meiner kleinen Drehbank kann ich so etwas nicht machen.

Und an eine Hartverchromung mit welchem Material auch immer, kann ich nicht mal denken.
Aber das wird ja auch keine Industriepumpe, sondern nur eine Spielzeuglok :)

Und dieses gleiche Zylinder mit diesem gleichen Kolben arbeitet in mehr als 200 Exemplaren in ganz Europa problemlos.
Ich glaube, ich habe einfach einen Montagssatz erwischt.
Und hoffe, dass die Probleme nun weg sind.

LG Zoltan
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Thomas L.
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Thomas L. » 23 Jun 2017, 14:11

Aha! Ok! Dann war das also ein fertiger Satz! Wußte ich nicht. Dann drücke ich Dir die Daumen das es jetzt reibungslos weiterhin funktioniert!
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Zoltan
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Zoltan » 23 Jun 2017, 20:10

Nein, das war kein fertiger Satz, nur Teile des Motors.
Rest ist Dorfeigen.
Ich bin immer noch am bauen, aber vorerst funktionieren diese Teile nun mal scheinbar richtig.
Tank und Wasserkühlung sind gerade im Aufbau.
Und natürlich Rahmen und Antrieb.
Ich werde mich nächste Woche wieder melden, jetzt hat die Große Lok vorrang.

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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Zoltan » 28 Jun 2017, 17:23

Hllo Kollegegen,

es geht weiter mit dem Zirkusgaul.

Zunächst noch ein Bild von der Anpassung des Kolbens:

Bild

Dann fangen wir an, das Fahrgestell zu bauen, hier die Vorbereitung der Lagersteine.
Anbohren:

Bild

Gewinde bohren:

Bild

Und die Schwungräder wurden brüniert, damit sie nach "old dirty pieces" ausschauen:

Bild

Danach machen wir uns an einem neuen Tank, denn das kleine Alu-Ding blies aus allen Löchern (und viel daneben), eine neue entstand aus Messing.

Bis gleich,

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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Zoltan » 28 Jun 2017, 17:34

Wie gesagt, ein neuer Spiritustank entstand, diesmal aus Messing, mit einem hohen (nebenflammen-unempfindlicheren) Einfüllstutzen.

Ein 24/22 mm Messingrohr von 8 cm wurde für den Dochthalter mit 7 und für den Einfüllrohr mit 6 mm angebohrt.

Danach wurden zwei "Stöpsel" gefertigt:

Bild

und diese an den Seiten angelötet (mit Silberhartlot).

Zuerst mit Flussmittel "eingeklebt":

Bild

Dann verlötet:

Bild

und nach Fertiglöten:

Bild

in Beize abgeschreckt:

Bild

Gleich geht's weiter.
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Zoltan » 28 Jun 2017, 17:39

Danach wurde der Dochthalter und der Einfüllstutzen eingelötet:

Bild

Nach dem Fertiglöten:

Bild

Es wurde sandgestrahlt:

Bild

und dann zusammen mit dem "Kaminblech" ebenfalls brüniert:

Bild

Und nun geht es weiter (hoffentlich) mit dem Fahrgestell...

Bis dann!

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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Zoltan » 02 Jul 2017, 17:46

Nein, statt dem Fahrgestell kam zuerst eine "Wasserkühlung".
Nachdem nach dem Laufen es beim Abwischen mit einem nassen Papierhandtuch eindeutig Dampf zu sehen war, dachte ich, dass eine Wasserkühlung vielleicht nicht schlecht wäre.
Natürlich nichts überkühlen, also eher nur "angedeutet".
Wir montieren mal einen kleinen zylinderförmigen Wasserbehälter an der Stirnseite des Zylinderkopfes.

Wir haben noch ein Stück Rest des Messingrohres, das blieb übrig, als der neue Tank gebaut wurde.
Einen weggeworfenen Druckluft-Schlagschrauber-Armatur von Groß-Ebi habe ich damals gerettet gehabt (Motto: wir sammeln alles Müll ein...), der wird als Schornstein taugen.
Aber der fällt ins Messingrohr.
Also muss ein Zwischenrohrstück aus Kupfer noch dazwischen.
Ebenfalls ein Gross-Ebi-Restteil.

Aber das Zwischenrohrstück ist um einen halben Millimeter zu dick, also abdrehen:

Bild

Nach dem Zusammenlöten des ganzen (Oberteil zwecks Füllen natürlich abnehmbar) wird es mit (fast) schwarzer, hitzebeständiger Farbe lackiert und (kopfüber...) getrocknet:

Bild

Und eine Schelle wird gefertigt (und ebenfalls lackiert und zum Trocknen aufgehängt), um den Wassertank zu halten:

Bild

Das "bangste" war, den Zylinderkopf anzubohren, um zwei Sackgewinden hineinzubringen (Der Stirnwand ist dick genug).
Den fertigen Zylinder kann ich nämlich nicht mehr wirklich gut einspannen...
Aber mit Hilfe von einem 1,5 mm Zentrierbohrer, einem 1,6 mm Nachbohrer und M2 Gewinde- und Sackgewindebohrer haben wir auch das geschafft.
Der Wassertank wurde an der Befestigungsseite etwas flach abgefeilt, damit er nicht nur in einer tangentiellen Linie anliegt, sondern einen besseren Kontakt zum Zylinder hat.
So ist die Kontaktfläche statt praktisch Null etwa 2 quadratzentimeter groß, denn die Schellenfüße kommen ja auch noch dazu.
Eine Wärmeübertragung findet definitiv statt, denn das Wasser dampft...

So sieht es dann fertig aus:

Bild

Ähnelt eher einem Traktor jetzt, aber egal: er läuft!
(Ein Filmchen folgt gleich, ich muss ihn noch noch zurechtschneiden).

Zum Abkühlen und wegpacken bekam er dann Schutzkapseln.
Nachdem nicht nur der Docht, wie bisher, sondern auch der Öler und der Schornstein geschützt werden wollten, hat der Motor gleich ein ganzes Arsenal drauf.
So kann man sehen, dass nicht nur friedliche Gegenstände zum Töten taugen, sondern auch umgekehrt: die mörderischten Sachen können einen friedlichen Zweck erfüllen.
(Ich habe die ganzen Hülsen einmal auf einem Schiessplatz aufgesammelt, mit dem Hintergedanken: Messing, Messingrohr, Messingkapsel... kann noch gut kommen... und so war es.)
Also die Ausrüstung besteht aus einem .38 SIG Auto auf dem Schornstein, einem 9mm Luger auf dem Öler und dem schon bekannten .44 Remington Magnum.
Die Behelfskappen kommen ästhetisch natürlich nicht mal nah an den wunderschönen Tankverschluss heran, aber erfüllen den Zweck; und müssen nur im Stand bzw. im Depot drauf sein, wobei der Tank auch im Betrieb verschossen bleiben muss.

Der Motor sieht im Stand also ziemlich militant aus:

Bild

Aber er ist sehr friedlich.

Nach 5-6 Minuten Laufzeit ist er nicht mal zischend Heiß geworden, dafür aber das Wasser sehr warm : )

Film kommt gleich...

LG Zoltan
Zuletzt geändert von Zoltan am 02 Jul 2017, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Thomas L. » 02 Jul 2017, 18:10

Das ist aber ein hübscher Tracktor :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: "Long Tom" - oder das Zirkusgaul im StEAG-Dorfzirkus

Beitrag von Rene » 02 Jul 2017, 18:11

:lol: :lol: :lol: :lol:

Aber ernsthaft: Ganz großes Kino! Finde ich super was Du da machst Zoltan.
Grüße René

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